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2025


Einer langen Tradition folgend fuhren auch in diesem Jahr einige Vereinsmitglieder über den Buß- und Bettag alle Projekte, welche vom Verein unterstützt werden, an.
Am 18. November mittags ging es los und gleich bei unserer ersten Übernachtung in Jaworiw führte uns den “Alltag” der Ukrainer unmittelbar vor Augen. Mitten in der Nacht gab es Luftalarm und am nächsten Morgen auf der Weiterfahrt waren die Rauchwolken in Lemberg kilometerweit zu sehen. Unsere Freunde in Lemberg sprachen von einer der schlimmsten Nächte seit Beginn des Krieges. Unser Fahrt führte uns weiter nach Czernowitz, zur Stifung “Neue Familie”. In Czernowitz ist mittlerweile der 8. Zug mit Flüchtlingen aus dem Osten des Landes eingetroffen, alle müssen untergebracht und versorgt werden. Im Büro der Stiftung lernten wir 3 junge Psychologiestudentinnen des 2. Semesters kennen und hörten ihre Beweggründe, wieso sie Psychologie studieren. Bei allen war der Auslöser der Krieg, eine Studentin hat ihren Bruder an der Null-Linie – es waren bedrückende Erlebnisse, welche sie uns schilderte. Wir brachten unsere Spenden ins Lager und übergaben dem Verein eine finanzielle Spende für den Einkauf von Lebensmitteln für die Flüchtlinge und für die Arbeit der Psychologen. 
Im ganzen Land gab es während unserer Reise nur 3 Stunden Strom am Tag – überall liefen die Generatoren, ein wahnsinniger Lärm, Krach und Gestank auf den Straßen.
Zurück in Lemberg galt unser erster Besuch der Obdachlosenhilfe, hier hatten wir kiloweise Waschmittel, Seife und Desinfektionsmittel eingekauft sowie Druckerpapier, damit die Anträge für die Stadt, um einen kleinen finanziellen Obulus für jeden Obdachlosen zu erhalten, ausgedruckt werden können. Die Freude war riesengroß. Auf dem Rückweg in die Stadt hielten dann plötzlich alle Autos mitten auf der Straße an, Warnblinkanlage, alle stiegen aus und standen demütig am Rand, um einen Konvoi mit 10 toten Soldaten auf dem Weg zum Friedhof die letzte Ehre zu erweisen. 
Zum Schluss schließlich noch der monatliche Einkauf in der Metro für das Kinderheim in Krakovets und ein Besuch bei Mariia, unserer Dolmetscherin. Es waren wie immer sehr herzliche Begegnungen und die Freude über unseren Besuch und unsere Unterstützung groß. Und irgendwie war es nach all den Erlebnissen für mich persönlich diesmal ein komische Gefühl, einfach wieder so heim zu fahren mit dem Wissen, dass der Alltag für die Menschen vor Ort so bleibt. 
Claudia Günther


Zum diesjährigen Kindertag wollten die Schüler der Grundschule der Freien Werkschule Meißen Kindern, die ihre Kindheit nicht unbeschwert erleben dürfen, ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubern und für jedes Kind im Kinderheim Krakovez in der Ukraine einen Schuhkarton mit kleinen
Freuden gefüllt schicken.
Am Kindertag kamen über 50 liebevoll gepackte und verpackte Kartons zusammen, welche von Michael Müller und Jonathan Eichler abgeholt werden konnten. Dabei wurden auch zahlreiche interessierte Fragen der Kinder zum Verein und natürlich speziell zum Projekt “Kinderheim Krakovets” gestellt.
Bereits am 5. Juni machten Michael und Jonathan sich dann auf den Weg und konnten am 6. Juni die Päckchen den Kindern im Heim übergeben. Die Freude war riesengroß. Auf diesem Weg noch einmal ein großes Dankeschön an die Schüler und Eltern der Freien Werkschule für ihre Idee und großartige Unterstützung.


Dank einer großzügigen Spende des traditionsreichen Bettfedern- und Daunenbetriebes “Brüder Sluka” aus Coswig konnte unser Verein über 400 Kopfkissen aus einer Überproduktion verschiedenen hilfsbedürftigen Partnern in der Ukraine zur Verfügung stellen. 
Nach einigen Anläufen konnten wir einen Transport organisieren, welche einen Teil der Kissen in das Rehazentrum “Halytschyna” in der Nähe von Lemberg und für die Hilfe für Familien der Soldaten brachte. Das Internat für geistig behinderte Jungen freute sich ebenfalls über die schönen Kopfkissen und auch die Stiftung “Neue Familie” in Czernowitz konnte dringend benötigte Kissen für die Binnengeflüchteten entgegennehmen. An dieser Stelle, auch im Namen aller Empfänger, ein herzliches Dankeschön an die Firma Sluka. 


Am letzten Februar-Wochenende starteten Maria, Claudia und Roland vom Verein zur ersten Reise des Jahres, im Gepäck Tontöpfe, Bastelmaterialien und Hyazinthen, denn unser Anliegen ist immer auch, mit den Kindern aus “unserem” Heim gemeinsam Zeit zu verbringen. Und so sollten Pflanztöpfe in Serviettentechnik beklebt und verziert werden, Erde eingefüllt und Hyazinthen-Zwiebeln gepflanzt werden, ein erster kleiner Frühlingsgruß. Leider bremste die Grippe-Welle im Heim unsere gemeinsame Aktion aus, das Projekt wurde aber später von den engagierten Lehrkräften des Heimes nachgeholt und wir finden, die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen und ganz besondern freuen wir uns über das Lächeln in den Gesichtern der Kinder.